Was ist ein Barcamp?

Ein Barcamp ist ein Veranstaltungsformat, bei dem die Themen der Session von den Teilnehmern selbst gesetzt und gestaltet werden können. Der Veranstalter kann zwar einen Rahmen vorgeben, alles Weitere wird aber von den Teilnehmern erarbeitet und bestimmt.

Dadurch besteht die Chance, auch spontan, eigene Ideen, Fragestellungen und Präsentationen einzubringen. Im Anschluss an eine kurze Vorstellung des Themenvorschlags, kann dann jeder Teilnehmer, der sich davon angesprochen fühlt, mitmachen und –diskutieren.

Durch die unterschiedlichen Sichtweisen, (fachlichen) Hintergründe und Erfahrungen entsteht so ein angeregter Austausch, der abgesehen von einigen Regeln für den Umgang miteinander, völlig offen ist und nur von den Teilnehmern gestaltet wird.

Wie läuft das Barcamp am 11.03.2019 ab?

Im Rahmen unserer Veranstaltung am 11. März ist ein vergleichsweise kurzes Barcamp geplant, was den Startschuss zu einem angeregten Austausch und vielleicht sogar der Entwicklung einer Projektidee, darstellen soll.

Es werden fünf Oberthemen (angelehnt an die Förderthemen des 7. Energieforschungs-programmes) vorgeben und jeder Teilnehmer entscheidet dann selbst, an welcher Session er teilnehmen möchte. Dazu wird es am Anfang der Veranstaltung (in Teil 1) eine kurze Abfrage geben.

Während des Barcamps kann nun jeder Teilnehmer seinen Beitrag zum Thema anbieten. Dazu wird es kurz Zeit geben, die Idee/Fragestellung/Thema (= Session) stichwortartig zu notieren. Alle Interessierten und Themengeber treffen sich dazu an der jeweiligen Themenpinnwand, jeder Sessiongeber präsentiert dann kurz sein Thema und das Plenum gibt per Handzeichen eine Rückmeldung, welche Sessions am meisten Interesse hervorrufen. 

Nun beginnt der gemeinsame Austausch, angestrebt werden dabei ca. 3 Sessions à 20 min. Nach Ende des offiziellen Programmteils, kann der Austausch natürlich gerne beim offenen Ausklang fortgeführt werden. 

Thementische des Barcamps 

  1. Stromnetze, z. B.
    • Automatisierung, Energie- und Leistungsmanagement sowie Digitalisierung der Stromnetze
    • Sicherer Systembetrieb und Netzplanung
    • Erschließung, Verbesserung und Demonstration von Flexibilitätsoptionen im Energieversorgungssystem unter Berücksichtigung von Sektorkopplung
  2. Industrie und Gewerbe, z. B.
    • Eisen, Stahl und Nichteisenmetalle
    • Abwärmenutzung
    • Prozesswärme
  3. Wasserstofftechnologien, z. B.
    • Rahmenbedingungen und Nutzereinbindung
    • Direkte und indirekte Nutzung von erneuerbarem Strom
    • Verknüpfung von Strom- und Gasinfrastruktur
  4. Energiewende im Verkehr, z. B.
    • Batterietechnik
    • Ladeinfrastruktur
    • Synthetische Kraftstoffe
  5. Erneuerbare Wärme, Gebäude und Quartiere, z. B.
    • Energieoptimierte und klimaneutrale Gebäude
    • Energiewende im Quartier
    • Versorgung mit Wärme und Kälte

Verhaltensregeln

  • Keine Zuschauer, nur Teilnehmende. Zurücklehnen und Zuhören gibt es nicht, beteilige Dich aktiv an der Diskussion und bringe dich beim Austausch ein. Die Sessions leben von den Teilnehmern.
  • Geplant ungeplant. Es gibt keine feste Tagesordnung (vom Rahmenprogramm abgesehen). Die Session entsteht erst durch die Teilnehmenden. Wenn du dein Thema nicht finden kannst, stelle es doch vor!
  • Gleichberechtigung! Alle sind gleichberechtigt. Die Themen werden von euch priorisiert!
  • Flexibilität. Wenn das Thema nichts für Dich bereithält, kannst du jederzeit zu einem anderen Themengebiet wechseln. Es laufen ja immer mehrere Sessions parallel.
  • Trau Dich. Auch unreife Ideen, Konzepte und Gedankenanstöße können eine Session wert sein. Nur wer fragt regt die Diskussion an, nutzt die Vernetzung auf dem Barcamp!
  • Mitmachen! Jeder trägt zum Erfolg des Camps bei. Bringt euch ein und seid mittendrin, nicht nur dabei!
  • Nichts verkaufen! Es geht um Fragen und nicht ums Verkaufen.